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Kunstausstellung Lore Feldberg-Eber

4. September bis 7. Oktober 2006

Gemeindehaus der Blankeneser Kirche am Markt, Mühlenberger Weg 64a
Eröffnung mit einer Einführung von Frau Dr. Maike Bruhns
Samstag, 2. September 2006 um 20 Uhr

Öffnungszeiten:
Montags bis Freitags 9 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr
Samstags 10 bis 13 Uhr, Eintritt frei

"Kindheit in Blankenese" - Gespräch mit den Angehörigen der Malerin
Montag, 4. September, 20 Uhr

Interview über die Feldberg-Eber-Ausstellung
13. September 06 zwischen 18 und 19 Uhr:
NDR 90,3 in der Hamburg-Kultursendung
» PDF-Download


Geleit

"Der Eindruck gefälliger farbiger Energie (im Geiste Renoirs) wird bei längerer Betrachtung nicht schwächer", schrieb der Kunsthistoriker Karl Scheffler bereits 1925 über Lore Feldberg-Eber, deren Name und Werk nach dem Krieg fast vollständig in Vergessenheit geriet. Denn die Gestapo beschlagnahmte und vernichtete nach der Emigration der Familie nach England im Dezember 1938 und der offiziellen Ausbürgerung der Künstlerin Hunderte von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen.

Durch eine faszinierende Spurensuche ist es der Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns gelungen, das Leben und Werk der jüdischen Künstlerin vorzustellen, die vor ihrer Emigration nach London im Dezember 1938 zehn Jahre lang in Blankenese wohnte. Ihr Atelierhaus in der Mörikestraße 24, erbaut von dem bauhausnahen Architekten Karl Schneider (das Puppenmuseum in Falkenstein ist seit 1986 ebenfalls in einer Schneider-Villa untergebracht) war jahrelang ein kulturelles Zentrum für Maler und Musiker. Dort trafen sich Künstlerfreunde wie Friedrich Ahlers-Hestermann, Paul Kayser, Erich Hartmann, Kurt Löwengrad, Alma del Banco, Wilhelm Grimm und Gabriele Daube zum Aktzeichnen bei Butterbrot und Rotwein, auch noch nach 1933, als der politische Druck gegen die moderne Kunst und jüdische Künstler ständig zunahm.

Wir freuen uns, dass der Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese und die Blankeneser Kirche am Markt zahlreiche Landschaften, Stilleben und Porträts der bedeutenden Hamburger Künstlerin vorstellen können. Dass dies in einem kirchlichen Raum geschieht, ist wichtig, denn Lore Feldberg-Eber, Grenzgängerin zwischen der jüdischen und der christlichen Tradition, hatte im Jahre 1927 für die neu errichtete katholische Kirche Maria Grün zwei Gemälde ("Barmherziger Samariter" und "Verlorener Sohn") geschaffen. Sie sind heute verschollen.

Wir danken dem Altonaer Museum, dem Jüdischen Museum Rendsburg, der Haspa und den privaten Leihgebern, insbesondere aber Maike Bruhns, die als Kuratorin der Ausstellung einen wichtigen Teil der noch erhaltenen Bilder zusammengetragen hat, von denen viele aus ihrer eigenen Sammlung stammen.

Dr. Martin Schmidt
Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese

Thomas Sello
Ausschuss "Kirche und Kunst" der Blankeneser Kirche am Markt
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